SPD-Landtagskandidat Carsten Singer kritisiert fehlenden Schutz des Personals an KiTas und Grundschulen

Die Landesregierung hat entschieden, dass KiTas und Grundschulen zum 22. Februar wieder öffnen. SPD-Landtagskandidat Carsten Singer hat bei dieser Entscheidung Bauchschmerzen. „Wir alle wissen wie wichtig Bildung und der Kontakt mit Gleichaltrigen für Kinder sind. Und ich halte es auch für richtig, KiTas und Grundschulen als erstes zu öffnen. Aber wir dürfen auch nicht die Gesundheit der Erzieherinnen und Erzieher und der Grundschullehrkräfte vergessen.“, so der 33-jährige Singer, der selbst Lehrer am Paracelsus Gymnasium in Stuttgart-Hohenheim ist.

Vor allem störe ihn, dass das Personal an KiTas und Grundschulen immer noch nicht mit FFP2-Masken ausgestattet sei – und das fast ein Jahr nach Beginn der Pandemie. Auch Luftfilteranlagen suche man in den meisten KiTas und Schulen vergeblich.
„Hier werden Menschen, die tagtäglich tolle Arbeit leisten zu Kanonenfutter.“, kritisiert Singer und führt aus: „In den Grundschulen gibt es zudem immer noch keine Maskenpflicht. Das treibt die ganze Situation auf die Spitze.“

Er kenne viele Fachkräfte, die am Rande ihrer Kräfte sind. Diese bräuchten mehr Unterstützung und Sicherheit. Daher begrüße er auch die Entscheidung, in Grundschulen regelmäßig testen zu wollen und auf Wechselunterricht umzustellen. Allerdings gibt er zu bedenken, dass es sinnvoller gewesen wäre, die Klassen zu teilen. „Dadurch, dass nun nach Klassenstufen geteilt wird, kommen zwar insgesamt weniger Schülerinnen und Schüler an die Schule. An der Situation in den Klassen ändert sich dagegen gar nichts. Das bedeutet, dass weiterhin Abstände nicht eingehalten werden können.“ Für Singer ist das in einer Phase, in der noch unbekannt ist, wie sich die Virus-Mutanten ausbreiten werden, ein Unding. „Wir wissen, dass die britische sowie die südafrikanische Mutation bei uns angekommen sind. Wir müssen die Verbreitung dieser Varianten eindämmen. Volle Klassenzimmer sind da das wahrlich schlechteste Mittel.“

Carsten Singer appelliert daher an Kultusministerin Susanne Eisenmann, die gleichzeitig seine Gegenkandidatin im Wahlkreis Stuttgart II ist, bei aller Diskussion um Öffnungen nicht den Gesundheitsschutz der Fachkräfte zu vergessen.

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