SPD-Landtagskandidat: Frau Eisenmann ist ihrem Amt nicht gewachsen

 

Kultusministerin Susanne Eisenmann sagte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur, dass die Schulen nach dem 10. Januar wieder öffnen sollen. Dies gelte zumindest für die Grundschulen, die Kitas, die Klassen 5-7 der weiterführenden Schulen und die Abschlussklassen. Und das „unabhängig von den Inzidenzzahlen.“


Carsten Singer, Landtagskandidat der SPD im Wahlkreis II (Stuttgart-Filder) und selbst Lehrer am Paracelsus Gymnasium in Stuttgart-Hohenheim, hält diese Aussage für kompletten Unfug. „Die Schulen und Kitas wurden geschlossen, um die Zahl der Neuinfektionen zu sen-ken. Eine Öffnung unabhängig von den Inzidenzzahlen widerspricht jeglicher wissenschaftlichen Grundlage und jeglicher Logik. Frau Eisenmann hat offenbar überhaupt nichts verstanden!“


Besonders stört den Gymnasiallehrer aber der Zeitpunkt der Aussage. „Vor Weihnachten haben wir einen traurigen Rekord nach dem nächsten gejagt, sowohl was die Fallzahlen als auch die Todesfälle angeht. Und nun kommt Frau Eisenmann und spricht wieder von Präsenzunterricht, während Grundschullehrerinnen um Schutzmasken betteln müssen. Das ist ein Armutszeugnis. Frau Eisenmann ist leider ihrem Amt nicht gewachsen.“ Singer gibt zu bedenken, dass er Niemanden im Kollegium kennt, der Online-Unterricht besser findet als Unterricht in Präsenz. Aber es ginge hier nun mal um die Gesundheit und sogar das Leben der Kinder und Jugendlichen, der Kolleginnen, sowie deren Angehörigen und Mitmenschen.


Für den SPD-Kandidaten kann Präsenzunterricht erst dann wieder stattfinden, wenn die Inzidenzzahlen deutlich zurückgegangen sind. Gleichzeitig fordert er bereits jetzt, die Beschäftigten in den Grundschulen und Kitas mit FFP2-Masken auszustatten, Luftfilteranlagen anzuschaffen und die Schulen durch digitale Endgeräte und Fortbildungen besser auf Online-Unterricht vorzubereiten. „Eigentlich hätte das bereits vor Jahren, aber spätestens nach dem ersten Lockdown beginnen müssen“, so der Pädagoge.

Mal schauen, ob Carsten Singer dies seiner Obersten Dienstvorgesetzen noch persönlich sagen können wird. Beide kandidieren nämlich im Wahlkreis II für den Landtag.