SPD-Landtagskandidat von Planlosigkeit der Kultusministerin „völlig überrascht“

Am gestrigen Mittwoch wurde kurzfristig eine Pressekonferenz mit Kultusministerin Eisenmann und Ministerpräsident Kretschmann abgesagt. Hintergrund ist ein Corona-Ausbruch an einer Freiburger Kita, bei dem zwei Fälle einer Virusmutation aufgetreten sind. Frau Eisenmann hat sich von dem Vorfall „völlig überrascht“ gezeigt.

Carsten Singer, Kandidat für die Landtagswahl im Wahlkreis Stuttgart II für die SPD, ist darüber sehr verwundert: „Das Landesgesundheitsamt hat schon seit Ende Dezember mehrmals das Auftreten von Virusmutationen in Baden-Württemberg festgestellt. Am 10.01. warnte die Virologin Melanie Brinkmann bei der Talk-Show „Anne Will“ vor der Corona-Mutation. Wie kann man dann von einem solchen Ausbruch völlig überrascht sein? Ich muss gestehen, ich war von der Aussage der Ministerin völlig überrascht.“

Bei der Reaktion von Frau Eisenmann fühlt sich der 33-jährige Lehrer an die Diskussion um die aktuellen Schulschließungen erinnert. Im Dezember bezeichnete Eisenmann den Vorschlag der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina als „nicht ganz auf der Höhe der Zeit“. So gesehen sei die Verweigerung von Frau Eisenmann, wissenschaftliche Erkenntnisse auszuschöpfen, keine Überraschung.

Der Kandidat für die Landtagswahl wünscht sich nun, dass eine Öffnung von Kitas und Grundschulen so sicher wie möglich gemacht wird: „Ich finde es fahrlässig, dass keine besonderen Schutzmaßnahmen an eine Öffnung von Kitas und Grundschulen gekoppelt sind. In den Kitas sollten Erzieherinnen und Erzieher mit FFP2-Masken ausgestattet werden. Bei den Grundschulen ebenso die Lehrerinnen und Lehrer, auch Schülerinnen und Schüler sollten verpflichtet sein, zumindest eine OP-Maske zu tragen. Dazu gibt es noch die Möglichkeit, Aufenthaltsräume mit Luftfilteranlagen auszustatten. Dass für Grundschulen bei einer möglichen Öffnung Wechselbetrieb angedacht ist, ist immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem sollten wir alles tun, um Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Kinder und ihre Familien so gut wie möglich zu schützen. Da erwarte ich deutlich mehr von der Kultusministerin.“

Eventuell wird Carsten Singer dies seiner Obersten Dienstvorgesetzen bald direkt sagen können. Beide kandidieren nämlich im Wahlkreis II für den Landtag.

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