Für einen gerechten Tierschutz

CarstenSinger_Schlachthof_Tierschutz

Auch in Sachen Tierschutz liegen die größten Regulierungsmöglichkeiten beim Bund. Dringend nötige Reformen wie das Verbot des „Küken-Schredderns“ oder der betäubungsfreien Kastration von Ferkeln müssen auf Bundesebene beschlossen werden. Dennoch gibt es auch auf Landesebene Möglichkeiten, Tierleid zu reduzieren. Fünf große Anliegen sind hierbei:

  • Eine Erhöhung der Forschungsgelder für Alternativen zu Tierversuchen: Baden-Württemberg ist bundesweit trauriger Spitzenreiter sowohl in der Nutzung als auch im „Verbrauch“ von Versuchstieren. Dies muss sich ändern. Daher muss das Land Baden-Württemberg verstärkt Forschungsgelder für tierfreie, alternative Forschungsmethoden bereitstellen.
  • Eine personelle und qualitative Aufstockung der Veterinärämter. Verstöße gegen den Tierschutz (wie sie z.B. in Schlachthöfen regelmäßig vorkommen) werden oft nicht geahndet, bzw. bleiben unentdeckt, da die Veterinärämter unter Personalmangel leiden und von den Landratsämtern behindert werden. In Baden-Württemberg werden Nutztierbetriebe z.B. im Schnitt alle 19,3 Jahre (Stand 2019) kontrolliert. Ich fordere daher eine personelle Aufstockung der Veterinärämter, damit Verstöße gegen den Tierschutz effektiv verfolgt werden können. Des Weiteren müssen die Veterinärämter unabhängig arbeiten können. Kontrollen müssen unangekündigt und häufiger stattfinden.
  • Staatliche Unterstützung für Landwirte, die ihre Tierproduktion zurückfahren möchten. Wir produzieren in Deutschland mehr Fleisch als wir essen können. Gleichzeitig stehen viele Bauern unter einem enormen Preisdruck. Oft müssen darunter die Tiere leiden. Das Land Baden-Württemberg sollte daher Landwirte, die ihre Tierproduktion reduzieren, bzw. komplett aufgeben möchten, staatlich (finanziell) unterstützen. In Holland wird dies teilweise bereits durchgeführt. Eine Reduktion der Tierproduktion würde auch die Menge an ausgestoßenen Treibhausgasen senken.
  • Stärkung der Ernährungsbildung an Schulen, damit den Schüler*innen bewusst gemacht wird, wie sie sich gesund ernähren können und welche Auswirkungen ihr Konsum und ihre Essgewohnheiten auf die Natur, auf das Klima und die Tiere hat. Des Weiteren muss in jeder schulischen Kantine mindestens ein veganes Essen angeboten werden. Wir Deutsche essen im Schnitt doppelt so viel Fleisch wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt. Es wäre also sowohl gesundheitlich, als auch klimatechnisch und tierethisch von Vorteil, wenn wir weniger Fleisch konsumieren würden. Hier muss Ernährungsbildung ansetzen. Der Staat muss hier, z.B. in den öffentlichen Kantinen, mit gutem Beispiel vorangehen.
  • Verbot der Hobbyjagd. Tiere aus „Spaß an der Sache zu töten“ ist nur widerwärtig. Gleichzeitig weisen neueste Studien darauf hin, dass die Jagd die Wildpopulation nicht entscheidend beeinflusst. Daher sollte das Land die Hobby-Jagd verbieten und vermehrt auf Berufsjäger setzen. Diese müssen in Sachen Tierschutz besser geschult werden.

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